Von Kriegen, Lösungen und Bettgehzeiten

IMG_0658Heute werde ich Euch einmal Einblick in ein Gespräch zwischen meinen beiden älteren Kindern und mir geben. Ich erklärte meinem fünfjährigem Sohn Wilm, dass ich Krieg und Kämpfen nicht mag- auch nicht im Spiel.

„Aber was kann ein Junge denn außer Krieg spielen? Das ganz normale Leben?“ 

Ja, entgegnete ich und erklärte, das es im Leben oft um Lösungsfindung geht. Wir fuhren gerade durch den portugiesischen Wald: „Zwei Menschen wollen beispielsweise ein Stück Land. Sie streiten sich darum und kämpfen am Schluss. Dabei geht es eher darum, für beide eine gute Lösung zu finden. Was könnten sie denn für Lösungen finden?“

Meine achtjährige Tochter sagte, sie könnten das Land teilen, wir besprachen noch weitere Möglichkeiten. Das Land könnte keinem gehören, aber beide nutzen es gemeinsam. Oder es gehört dem einem, welcher dem anderen die Nutzung erlaubt oder sie sich bezahlen lässt gegen Geld oder Leistung…

Weil beide sehr interessiert schienen, oder zumindest nicht flüchten konnten 😉 holte ich etwas mit der Erläuterung aus. Wir saßen nämlich im Auto und hatten drei kleine ausgesetzte Kätzchen gerettet. Achtung: Nebenstory! Weil wir selbst gerade 5 kleine Kätzchen haben, mussten wir eine Pflegemama finden. Die Tierärztin war so gut und stand mit Rat und Hilfe zur Seite. Schnell noch Katzenmilch am Sonntag Abend in der portugiesischen Apotheke besorgt… Nach drei Stunden haben wir zum Glück die gute Andrea angefunden, welche die drei Kittens liebevoll aufnahm. Aber zurück zur eigentlichen Geschichte!

Ich holte also aus und sagte, wir bräuchten ja nur mal bei unseren Beispielen bleiben: „Jeder hat Bedürfnisse, wir Eltern brauchen auch abends mal etwas Zeit für uns. Deshalb werden die meisten Kinder zwischen 7 und 9 Uhr ins Bett geschickt. Wenn ich zu Euch 10 Uhr sage ❤️So-nun schlaft mal❤️ beschwert ihr Euch. Ihr könnt locker bis 12 Uhr wach bleiben und steht morgens mit uns auf. Was kann man denn da für Lösungen finden? Ich weiß es auch nicht…“

Promt sagt meine Tochter Juna: „Mama, ich weiß aber eine Lösung! Es gibt Tage, an denen gehen wir früh ins Bett und ihr habt Zeit für Euch. Und dann gibt es Tage, da geht ihr früh ins Bett und wir haben unsere Ruhe!“

Ungeahnte Perspektivenerweiterung….so hatte ich es noch gar nicht betrachtet. Ich liebe meine Kinder! DANKE❤️

Wie geht es Dir mit der Bedürfnisbefriedigung aller Beteiligten? Ich freue mich über Kommentare, Shares und ein Like auf Facebook 🌞

8 Kommentare zu “Von Kriegen, Lösungen und Bettgehzeiten

  1. So schön! Ich liebe die Momente in unserer Familie, in denen wir alle merken: jetzt haben wir es geschafft, eine Lösung zu finden, die bei allen ein Aufatmen und ein Lachen hevorbringt – bei 3 Kindern (12, 7 und2 ) und zwei Großen (43 und 42), gar nicht immer so einfach:-) – am besten gelingt uns das, wenn wir über unsere Gefühle sprechen – dann geht auf einmal bei jedem etwas auf – und Lösungen kommen von alleine.

    Hab Dank fürs Teilen, liebe Stefanie.

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  2. Genau der Perspektivwechsel ist die Lösung, denke ich. Wenn ich merke wir hängen im Alltag in einer Sackgasse und es ist seit Tagen schlechte Laune, dann setzten wir uns gemeinsam an den Küchentisch und reden über das Erlebte, dann wie sie sich damit fühlen und dabei kann jeder in den anderen „reingucken“ und seine Sicht dazu sagen. Dann entstehen bei jedem andere Blickwinkel und vieles löst sich auf. Dabei sind wir alle auf Augenhöhe und das macht es so wertvoll … Es ist für mich als Mutter dieser zwei wunderbaren Kinder (14,17) ein wundervolles Gefühl des Vertrauens und Miteinander.
    Danke für deinen wundervollen Beitrag und ich wünsche dir noch viel Spass bei deiner Berufung!

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    • Liebe Conny, ja genau das ist es -> zusammensetzen und Lösungen suchen! Das geht natürlich mit Perspektivenwechsel am Einfachsten. Euch alles Gute*

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  3. Ach Stefanie,wie herrlich-die Kinder,wie wir sie kennen und immer wieder voller Überraschungen!Wirklich schön gesagt von Juna!!
    Wenn wir abends auf unserer neu gebauten Terrasse sitzen,unter dem Sommerflieder und in die Sterne schauen(trotz der Lichtverschmutzung hier in der Stadt) müssen wir oft an Euch denken….
    Seid lieb gedrückt und gegrüsst aus der alten Heimat!!!

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